WebTando Ratgeber · 01. Oktober 2026
Website für Dachdecker: was Kunden wirklich sehen wollen
Der Anlass entscheidet, was zuerst sichtbar sein muss
Kaum jemand sucht aus Langeweile nach einem Dachdecker. Meist gibt es einen Anlass: Nach einem Sturm fehlen Ziegel, im Dachgeschoss zeigt sich ein Wasserfleck, oder das alte Dach soll endlich gedämmt und neu eingedeckt werden. Wer so sucht, will schnell wissen, ob Sie helfen können und wie er Sie erreicht.
Ihre Website sollte deshalb zwei Besuchergruppen gleichzeitig bedienen: den Eiligen mit einem akuten Schaden und den Planenden, der ein größeres Vorhaben vorbereitet und Betriebe in Ruhe vergleicht.
Sturmschaden und undichte Stellen: der Notfall gehört nach oben
Wenn Sie bei Sturmschäden oder Undichtigkeiten kurzfristig ausrücken, sagen Sie das gleich auf der Startseite, zusammen mit einer Telefonnummer, die sich auf dem Handy antippen lässt. Schreiben Sie dazu, zu welchen Zeiten und in welchem Umkreis Sie im Notfall erreichbar sind. Das verhindert Enttäuschungen und nächtliche Anrufe aus Orten, die Sie ohnehin nicht anfahren.
Hilfreich ist auch ein kurzer Hinweis, was Betroffene bis zu Ihrem Eintreffen tun können, etwa Wertgegenstände im Dachgeschoss wegräumen, Eimer aufstellen und den Schaden von unten fotografieren. Auf das Dach selbst sollte dabei niemand steigen.
Leistungen in der Sprache Ihrer Kunden
Fachbegriffe wie „Dachentwässerung“ oder „Dachabdichtung“ sind korrekt, aber Kunden tippen eher „Dachrinne undicht“ oder „Flachdach Garage abdichten“ ein. Nennen Sie Ihre Leistungen so, dass beide Welten zusammenkommen, und geben Sie den wichtigsten einen eigenen Abschnitt oder eine eigene Unterseite. Typische Bereiche sind zum Beispiel:
- Steildach: Neueindeckung, Umdeckung, Reparatur einzelner Ziegel
- Flachdach: Abdichtung von Wohnhaus, Garage oder Carport
- Dachdämmung und energetische Sanierung
- Dachfenster und Gauben
- Dachrinnen, Fallrohre und Klempnerarbeiten
- Schornsteinverkleidung und Anschlüsse
- Montage von Solaranlagen auf dem Dach, sofern Sie das anbieten
Warum Referenzfotos beim Dach besonders viel bewirken
Ein Dach sieht der Eigentümer selten aus der Nähe. Er kann schlecht beurteilen, wie sauber ein Anschluss am Kamin gearbeitet ist oder wie ordentlich eine Traufe abschließt. Gute Fotos schließen diese Lücke: Sie zeigen, wie Ihre Arbeit aus der Nähe aussieht, und machen Qualität sichtbar, die sonst verborgen bleibt.
Besonders überzeugend sind Bildpaare vom Zustand vor und nach der Arbeit, aufgenommen aus derselben Perspektive. Ergänzen Sie jedes Projekt mit zwei, drei Sätzen: Welches Dach, welches Problem, welche Lösung. Fotografieren Sie Häuser so, dass keine Hausnummer oder Personen erkennbar sind, oder holen Sie das Einverständnis der Eigentümer ein.
Fragen, die Ihnen am Telefon ständig gestellt werden
Viele Anrufe beginnen mit denselben Fragen. Wenn Ihre Website sie vorab beantwortet, kommen Kunden besser vorbereitet zu Ihnen, und Google erkennt, dass Ihre Seite zum Thema passt. Geeignet sind etwa diese:
- Reicht eine Reparatur, oder muss das Dach neu eingedeckt werden?
- Wie läuft die Besichtigung ab, und wie komme ich zu einem Angebot?
- Wird ein Gerüst gebraucht, und wer kümmert sich darum?
- Was passiert mit dem alten Material?
- Welche Unterlagen und Fotos helfen bei der Meldung eines Sturmschadens an die Versicherung?
- Kann bei jedem Wetter gearbeitet werden?
Meisterbetrieb und Innung als Vertrauenssignal
Ein Dach ist eine große Investition, und Arbeiten in der Höhe erfordern Erfahrung. Wenn Sie ein Meisterbetrieb sind, in der Handwerksrolle eingetragen und Mitglied der Innung, dürfen Sie das ruhig deutlich zeigen, etwa mit dem Meisterbrief im Bereich „Über uns“ oder einem kurzen Satz auf der Startseite.
Nennen Sie nur, was tatsächlich zutrifft und was Sie auf Nachfrage belegen können. Ein ehrliches Porträt Ihres Teams auf der Baustelle wirkt oft stärker als eine Reihe von Siegeln.
Wie weit fahren Sie für eine Reparatur?
Für eine komplette Neueindeckung fahren viele Dachdecker weiter als für den Austausch einiger Ziegel. Genau das dürfen Sie auf der Website unterscheiden. Nennen Sie Ihren Kernbereich mit den wichtigsten Orten und schreiben Sie dazu, ob Sie für größere Projekte auch darüber hinaus tätig werden.
So wissen Kunden in der Nachbarschaft, dass kleine Aufträge bei Ihnen willkommen sind, und Bauherren aus dem weiteren Umland fühlen sich trotzdem angesprochen.
Die Anfrage mit Foto
Ein Schadensbild sagt oft mehr als eine lange Beschreibung. Bieten Sie im Kontaktformular die Möglichkeit an, Fotos mitzuschicken, und fragen Sie nur wenige Dinge ab: Name, Telefonnummer, Ort des Gebäudes und eine kurze Beschreibung. Ein Auswahlfeld wie „Schaden“, „Sanierung“ oder „Neubau“ hilft Ihnen, Anfragen schneller einzuordnen.
Saison und Auslastung ehrlich ansprechen
In manchen Monaten ist der Kalender voll, nach Sturmereignissen oft von einem Tag auf den anderen. Ein kurzer, aktueller Hinweis zur Terminlage auf der Website zeigt Kunden, dass Sie ihre Anfrage ernst nehmen, auch wenn es etwas dauert.
Ruhigere Zeiten können Sie nutzen, um auf vorbeugende Leistungen hinzuweisen, etwa eine Dachkontrolle vor dem Winter oder das Reinigen von Dachrinnen.
Nachwuchs für das Dach gewinnen
Wer Auszubildende oder Gesellen sucht, sollte ihnen eine eigene Seite widmen. Zeigen Sie, wie ein Arbeitstag bei Ihnen aussieht, welche Aufgaben neue Kollegen erwartet und wie man sich unkompliziert meldet, am besten mit einer Telefonnummer statt eines langen Bewerbungsformulars.
So kann WebTando Ihre Dachdecker-Website umsetzen
WebTando gestaltet eine individuelle Website für Ihren Dachdeckerbetrieb, die auf dem Smartphone genauso gut funktioniert wie am Computer, denn mobil ist bei uns Standard. Telefonnummer und Kontakt erreichen Ihre Kunden mit einem Klick. Wie das für Ihren Betrieb aussehen könnte, können Sie sich vorab in einer Vorschau ansehen. Kostenlos ist die Vorschau, wenn Sie sie selbst über webtando.de anfordern.
