WebTando Ratgeber · 27. September 2026

Website für Handwerker: Was muss unbedingt drauf?

Worum es bei einer Handwerker-Website geht

Wer einen Handwerker sucht, hat meist ein konkretes Anliegen: Das Dach ist undicht, das Bad soll neu werden, die Heizung streikt. Ihre Website entscheidet dann in wenigen Augenblicken, ob der Besucher anruft oder zum nächsten Betrieb weiterklickt.

Eine gute Handwerker-Website muss deshalb nicht spektakulär sein. Sie muss drei Fragen sofort beantworten: Was machen Sie? Wo sind Sie tätig? Wie erreicht man Sie? Alles Weitere baut darauf auf.

1. Eine Startseite, die sofort klar ist

Ganz oben auf die Startseite gehört ein Satz, der Ihr Angebot und Ihren Ort verbindet, zum Beispiel: „Ihr Dachdecker für Neubau und Sanierung in [Ort] und Umgebung“. Dazu passen ein echtes Foto aus Ihrem Arbeitsalltag und eine gut sichtbare Schaltfläche zum Anrufen oder Anfragen.

Vermeiden Sie allgemeine Floskeln wie „Qualität ist unser Anspruch“. Das schreibt fast jeder, und es bleibt nichts hängen. Konkrete Leistungen und ein klarer Ortsbezug überzeugen deutlich mehr.

2. Ihre Leistungen im Detail

Listen Sie auf, was Sie wirklich anbieten, und zwar in den Worten Ihrer Kunden. Ein Kunde sucht selten nach „Gebäudehülle“, sondern nach „Flachdach abdichten“ oder „Dachrinne reparieren“.

Jede wichtige Leistung verdient einen eigenen Abschnitt oder eine eigene Unterseite mit ein paar Sätzen: Was gehört dazu, für wen ist es gedacht, wie läuft es ab? Das hilft Besuchern bei der Entscheidung und Google dabei, Ihre Seite richtig einzuordnen.

3. Einzugsgebiet und Erreichbarkeit

Nennen Sie die Orte und Stadtteile, in denen Sie arbeiten. Das klingt banal, erspart Ihnen aber Anfragen von zu weit weg und zeigt Kunden in der Nähe, dass sie bei Ihnen richtig sind.

Geben Sie außerdem an, wann Sie erreichbar sind. Bieten Sie einen Notdienst an, gehört er gut sichtbar auf die Startseite, mit einer Telefonnummer, die sich direkt antippen lässt.

4. Echte Fotos statt Stockbilder

Bilder von fertigen Arbeiten, Baustellen, Ihrem Team und Ihren Fahrzeugen schaffen Vertrauen. Sie müssen nicht perfekt sein, aber scharf, hell und aktuell. Austauschbare Stockfotos erkennen Besucher schnell, und sie sagen nichts über Ihre Arbeit aus.

Eine Galerie oder kurze Projektbeispiele mit ein, zwei Sätzen („Was war die Aufgabe, was haben wir gemacht?“) wirken oft stärker als lange Texte. Holen Sie für Fotos, auf denen Personen erkennbar sind, vorher deren Einverständnis ein, auch bei Mitarbeitern.

5. Zeigen Sie, wer dahintersteckt

Kunden lassen Handwerker in ihr Haus. Sie möchten wissen, mit wem sie es zu tun haben. Ein kurzer Bereich „Über uns“ mit Foto und ein paar Sätzen zu Ihrem Betrieb und Ihrer Arbeitsweise macht Sie greifbar.

Nachweise wie Meistertitel, Innungsmitgliedschaft oder Zertifizierungen gehören ebenfalls hierher, aber nur, wenn sie zutreffen. Übertriebene oder unbelegte Versprechen schaden mehr, als sie nützen.

6. Kontakt, der wirklich funktioniert

Die Kontaktmöglichkeiten sollten auf jeder Seite schnell zu finden sein, nicht nur ganz unten auf der Kontaktseite. Bewährt hat sich:

  • eine Telefonnummer, die sich auf dem Handy mit einem Tipp wählen lässt
  • E-Mail-Adresse und ein kurzes Kontaktformular mit wenigen Pflichtfeldern
  • Ihre Adresse, bei Bedarf mit Anfahrtshinweis
  • Erreichbarkeit oder Öffnungszeiten
  • ein Hinweis, wie schnell Sie sich in der Regel zurückmelden

7. Bewertungen und Stellenangebote

Viele Kunden lesen vor einem Auftrag Bewertungen. Verweisen Sie auf Ihr Google-Unternehmensprofil oder zeigen Sie echte Kundenstimmen, natürlich nur mit Zustimmung der Kunden. Selbst geschriebene oder gekaufte Bewertungen sind tabu.

Suchen Sie Mitarbeiter oder Auszubildende, gehört ein eigener Bereich für Stellenangebote auf die Website. Bewerber schauen sich einen Betrieb oft zuerst online an, bevor sie sich melden.

8. Technik und Pflichtangaben

Die schönste Gestaltung hilft wenig, wenn die Seite auf dem Smartphone unleserlich ist oder lange lädt. Viele Kunden suchen unterwegs oder abends auf dem Sofa. Ihre Website muss deshalb auf dem Handy genauso gut funktionieren wie am Computer.

Außerdem braucht jede geschäftliche Website ein vollständiges Impressum und eine Datenschutzerklärung, beide leicht auffindbar. Was dort hineingehört, erklärt unser Ratgeber zu Impressum und Datenschutz. Eine verschlüsselte Verbindung, erkennbar an „https“ in der Adresszeile, ist heute Standard.

Kurz-Checkliste für Ihre Handwerker-Website

  • Ein klarer Satz: Was machen Sie, wo, für wen?
  • Leistungen einzeln und verständlich beschrieben
  • Einzugsgebiet genannt
  • Echte Fotos von Arbeiten, Team und Fahrzeugen
  • „Über uns“ mit Gesicht
  • Anklickbare Telefonnummer und kurzes Kontaktformular
  • Echte Bewertungen oder Kundenstimmen
  • Stellenangebote, falls Sie Personal suchen
  • Mobil optimiert und schnell
  • Impressum und Datenschutzerklärung

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